Was ist Slow Coffee und Pour Over?

03.02.2017 16:27

Slow Coffee - Kaffee Genuss in höchster Vollendung

Die Begriffe Slow Coffee und Pour Over gehören zusammen und stehen für das Geheimnis eines besonderen Erlebnisses. Ins Deutsche übersetzt bedeutet es, Kaffee langsam durch Übergießen zu höchster aromatischer Entfaltung zu bringen. Es geht darum, dass Sie hochwertigen Kaffee bewusst und völlig entspannt genießen. Ohne Hektik und als Wohltat für Körper, Geist und Seele! Wie das gelingt, erfahren Sie in den folgenden Absätzen.

Interessantes rund um den Kaffee

Wussten Sie, dass Kaffee hinter Erdöl das zweitwichtigste Wirtschaftsgut der Welt ist? Oder, dass Koffein die pharmakologisch aktive Substanz ist, die weltweit am häufigsten konsumiert wird? Der Ursprung des Kaffees liegt in Äthopien, von dort gelangte er über Arabien nach Südostasien und Europa. In Afrika, Mittel- und Südamerika, Asien liegen heute die Hauptanbaugebiete für Kaffee.
Kaffee enthält neben Koffein noch viele Aromastoffe, Mineralstoffe wie z. B. Kalium und Kalzium, Säuren wie die Chlorogensäuren, Öle und Kohlenhydrate. Koffein regt das Zentralnervensystem an, erweitert die Bronchien, steigert die Herztätigkeit, verbessert die Durchblutung der Organe und die Stoffwechselfunktionen. Es gibt zwei bedeutende Rohkaffee Sorten, nämlich Arabica und Robusta. Sie unterscheiden sich nicht nur geschmacklich sondern auch äußerlich. Arabica-Bohnen sind flacher, größer und oval. Robusta dagegen sind kleiner und eher rund. Während der Geschmack der im Hochland angebauten Arabica Sorten als aromatisch, harmonisch und mild gilt, neigen Fachleute bei Robusta mehr zu Bewertungen wie erdig, holzig und leicht bitter. Arabica enthält weniger Koffein und Chlorogensäure. Arabica Sorten gedeihen am besten bei circa 20 Grad und in Höhenlagen. Robusta-Sorten sind oft auch in niedrigeren Lagen bei etwa 25 Grad zu finden. Erst durch diverse Röstverfahren erhalten die verschiedenen Kaffeesorten übrigens ihre individuellen Aromastoffe.



Pour Over Kaffee - Aromafülle und Reinheit pur

Haben Sie schon mal einen Pour Over, einen echten Slow Coffee selbst zubereitet? Wenn nicht, die nächsten Zeilen verraten Ihnen, wie es geht. Am wichtigsten ist, dass Sie eine hochwertige Arabica-Kaffeesorte verwenden. Vergessen Sie teure Kapseln oder Pads und dazu gehörende Maschinen. Die sind was für Leute, die den schnellen Kaffee früh hastig reinkippen wie einen Schnaps. Wenn Sie mit entspannendem Ritual ein genussvolles Kaffeeerlebnis möchten, dann geht es mit anderen sehr wichtigen Dingen weiter. Ideal wäre eine bewährte, manuelle Kaffeemühle, wie Oma sie benutzte. Diese gibt es mit einstellbarer Mahlfeinheit. Die Bohnen erst kurz vor dem Zubereiten des Kaffees mahlen. In den Filterhalter auf der Kaffeekanne kommt ein möglichst dünnes, feines Filterpapier. So gelangen kaum Papierrückstände in den Kaffee und Aromen bleiben besser erhalten. Die Dosis, z. B. 60 mg frisch gemahlenen Kaffee auf 1 Liter Wasser, lässt sich, je nach Geschmack, variieren. Frisches, weiches, am besten gefiltertes Wasser kann viel zur Aromaentfaltung beitragen. Schütten Sie nun eine kleine Menge des heißen, aber nicht mehr kochenden Wassers vorsichtig direkt auf den Kaffee. Wenn sich dieser schön vollgesaugt hat, nach etwa einer halben Minute den Brühvorgang langsam weiterführen. Immer nur ein wenig Wasser nachgeben, nach etwa 3 Minuten sollte der Vorgang beendet sein. Was jetzt folgt, ist eine duftende Aromafülle, die auch Sie begeistern wird. Probieren und genießen Sie sofort!

Was Sie dazu benötigen:

Chemex Glaskaraffe mit Holzgriff

Chemex Filterpapier

Hario Buono Wasserkessel

Hario Skerton Kaffeemühle


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