Sail Shipped Coffee - Kaffeebohnen emissionsfrei über den Atlantik transportieren

18.10.2018 12:26

Sail Shipped Coffee - Kaffeebohnen emissionsfrei über den Atlantik transportieren


Die Schifffahrt ist ein dreckiges Geschäft Der aktuelle Seefrachtverkehr ist dreckig, laut und umweltschädlich. Immer größere dieselbetriebene Containerschiffe fahren über die Weltmeere und stören dabei die Umwelt. Dreck wird in die Atmosphäre gepumpt, auslaufendes Öl verschmutzt die Meere und Lärm stört die Meeresbewohner. Nicht zu unrecht gilt die Schifffahrt als eines der dreckigsten Gewerbe weltweit. So fair und biologisch Kaffee auch produziert werden mag, der Transport mit dem Schiff zerstört weitgehend die gute Umweltbilanz der Kaffeebohnen. Nicht so beim Sail Shipped Coffee.

Ein Segelschiff soll Waren über den Atlantik befördern
Die SV Brigantes soll eines der ersten segelnden Transportschiffe und der erste emissionsfreie Überseetransporter der Welt werden. Das österreichisch-italienische Projekt hat das Ziel, Waren emissionsfrei über den Atlantik zu bringen. Verschiedene Segeltransporteure haben sich zu einer Sail Cargo Alliance zusammengeschlossen um durch eine nachhaltige Transportkultur die Umwelt für nachfolgende Generationen zu erhalten. Dazu wurde ein altes Segelschiff, das 1911 vom Stapel lief, einer kompletten Überarbeitung unterzogen. Die Schonerbrigg mit zwei Masten und einem genieteten Stahlrumpf wird im sizilianischen Hafen Trapani für ihre große Aufgabe vorbereitet. Für die Stromversorgung werden zukünftig Solarpanels und aerodynamische Turbinen sorgen. Bis zu 160 Tonnen Fracht finden einmal auf dem Segelschiff Platz.

Sail Shipped Coffee - selbstverständlich Bio und fair gehandelt 
Die Brigantes bringt zukünftig unter anderem Kaffee aus der Karibik ins Mittelmeer. Konsequenterweise ist dieser selbstverständlich Bio und Fairtrade. Auf den Schutz und die Erhaltung der Umwelt für spätere Generationen wird während dem gesamten Projekt großen Wert gelegt. Der Bio-Kaffee wird in Honduras von Torrefazione Caffé GM produziert. Die Kaffeebohnen werden nach einer jahrhundertealten Tradition über Eichenholz geröstet und anschließend luftgetrocknet. In höchster Fairtrade-Manier lassen sich alle Stationen des Kaffees von der Ernte der Kaffeebohnen bis zum Verkäufer lückenlos zurückverfolgen. Mit allen Partnern wird fair und respektvoll umgegangen. Durch den Transport an Bord der Brigantes kann die bereits positive Umweltbilanz des Kaffees noch einmal signifikant verbessert werden.

Die Finanzierung des Projekts
Das ehrgeizige Projekt wird über Spenden und Crowd-Investing finanziert. Dabei können Investoren Anteile an der Firma sowie der Brigantes erwerben. Die Entlohnung für die Investition erfolgt durch eine Gewinnbeteiligung der Anteilseigner. Die Hälfte der Firma, 800 von insgesamt 1600 Firmenanteilen, wird für je 1000 Euro zum Kauf angeboten. Zukünftig soll das Projekt zusätzlich durch die Mitnahme von Passagieren finanziert werden.

Die Zukunftsperspektiven
Natürlich können Segelschiffe nicht mit den großen Containerschiffen in Konkurrenz treten. Dafür sind sie zu teuer und zu langsam. Der Warentransport kostet auf der Brigantes etwa zwanzig mal mehr als auf einem Containerschiff. Die Investoren hoffen auf die Entwicklung eines kleinen Netzwerkes aus segelnden Transportschiffen, das den Aufbau von kleinen Handelsknotenpunkten ermöglich würde. Dadurch könnten die Transportkosten reduziert werden. Wichtig ist den Beteiligten aber vor allem den Menschen bewusst zu machen, wie umweltschädlich der Warentransport über die Weltmeere aktuell ist. Für einen nachhaltigen Umweltschutz müssen Alternativen wie dieses Projekt gefunden werden.

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