Eiskaffee 2.0 - Ice und Cold Brew - Wie funktioniert die Zubereitung?

24.04.2017 07:27

Eiskaffee 2.0 - Ice und Cold Brew: beide Zubereitungsverfahren im Vergleich

Cold brew und Ice Brew sind zwei Zubereitungsverfahren für Kaffee, die in den vergangenen Jahren für einiges an Furore gesorgt und Kaffeeliebhaber rund um den gesamten Globus begeistert haben. Beide Zubereitungsverfahren werden vor allem im Sommer bei wärmeren Temperaturen geschätzt. Zu dieser Zeit bevorzugen viele Menschen kalte Getränke, um sich zu erfrischen, wollen aber nicht auf ihren täglichen Kaffeegenuss verzichten. Daher wenden sie das "Cold Brew"- oder das "Ice Brew"-Verfahren an, um sich so beide Wünsche erfüllen zu können. In den folgenden Zeilen wollen wir Ihnen kurz die Unterschiede beider Zubereitungsarten vorstellen.



Cold Brew - Kaffeezubereitung mit kaltem Wasser

Im Gegensatz zur herkömmlichen Kaffeezubereitung mit heißem Wasser wird beim "Cold Brew"-Verfahren kühles Wasser verwendet, das in etwa Raumtemperatur aufweist. Im Vergleich zur Herstellung mit heißem Wasser besitzt das kalt zubereitete Getränk weniger Säure- und Bitterstoffe und ist für viele daher etwas bekömmlicher. Vor allem für Menschen mit einem empfindlichen Magen ist dieses Zubereitungsverfahren eine echte Alternative. Allerdings ist das "Cold Brew"-Verfahren etwas umständlicher, weil bis zum ersten Genuss ein Vorlauf von mindestens zehn Stunden eingeplant werden muss. Daher sollte der Kaffee auch in größeren Mengen produziert werden. Wer beispielsweise einen Liter Kaffee herstellen möchte, benötigt diese Menge an kühlem Wasser, 200 Gramm Kaffee, einen Filter sowie zwei Gefäße und etwas Frischhaltefolie. Das gemahlene Kaffeepulver wird im ersten Schritt einfach in einem der beiden Gefäße mit dem Wasser vermischt. Das Ganze wird anschließend mit der Frischhaltefolie abgedeckt und muss dann für rund zehn Stunden lang ziehen. Am einfachsten geht dies über Nacht. Ein längeres Ziehen ist auch kein Problem. Nach dieser Ruhezeit wird der Kaffee durch den Filter in das zweite Gefäß gegossen. Je nach Mahlgrad des Pulvers muss dieser Vorgang eventuell ein paar Mal wiederholt werden, damit keine Pulverrückstände im Kaffee übrig bleiben. Eventuell empfiehlt sich auch das Abseihen des Kaffees durch ein feines Sieb. Nun können Sie den Kaffee schon genießen. Wer ein etwas milderes Aroma bevorzugt, der kann den Kaffee mit weiterem Wasser verdünnen, und wer sich ein wirkliches Kaltgetränk wünscht, der kann auch Eiswürfel dazugeben. Und übrigens: Die "Cold Brew"-Variante wird in der Regel auch zur Herstellung von Eiskaffee verwendet. Hierzu können Sie einfach eine Kugel Eis in den Kaffee geben. Das ideale Mischverhältnis beträgt 50 Milliliter Kaffee zu 100 Gramm Eis.

Ice Brew - Heißer Kaffee über kalten Eiswürfel

Beim "Ice Brew"-Verfahren wird der Kaffee auf traditionelle Art mit Heißwasser hergestellt. Wenn Sie beispielsweise sechs Tassen zubereiten wollen, dann benötigen Sie etwa 40 Gramm gemahlenen Kaffee, 300 Milliliter erhitztes Wasser sowie 300 Gramm Eiswürfel. Der Kaffee wird zunächst auf herkömmliche Weise gefiltert - also entweder per Hand oder per Maschine. Während der Kaffee durchläuft können Sie schon die Eiswürfel in den einzelnen Tassen portionieren. Am Ende wird der heiße Kaffee über die Eiswürfel gegossen. Auch bei diesem Verfahren wird die Anzahl an Bitterstoffen reduziert, so dass auch hier der Kaffeegenuss deutlich magenfreundlicher ausfällt. Ein Vorteil gegenüber dem "Cold Brew"-Verfahren ist, dass der Kaffee bei der "Ice Brew"-Zubereitung noch deutlicher seiner typischen aromatischen Geschmack beibehält, und dass das Verfahren keinen großen zeitlichen Vorlauf benötigt. Aber egal, ob Cold Brew oder Ice Brew: Mit diesen beiden Zubereitungsvarianten stehen Ihnen zwei sehr raffinierte Kaffee-Zubereitungsverfahren zur Verfügung, mit denen sich an heißen Tagen herrlich erfrischen können. Nicht zuletzt können Sie damit auch Besucher erfreuen und diese einmal mit einer anderen Art der Kaffeeherstellung überraschen.

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